Was kann Factoring? Liquiditätsmanagement im Krankenhaus mit Andreas Dehlzeit

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00:00:08: Liebe Hörerinnen

00:00:09: und Hörern, herzlich willkommen zu unserem KU-Podcast.

00:00:12: Hier sprechen wir mit ausgewählten Expertinnen und Experten aus dem Krankenhausmanagement zur aktuellen Themen der Gesundheitsbranche.

00:00:20: Wir möchten dabei auf den jeweiligen Schwerpunkt unseres Fachmagazins KU Gesundheitsmanagement näher eingehen – und zwar kurz,

00:00:28: knackig

00:00:28: und leicht verständlich!

00:00:41: Liquidität ein Wort das in vielen Vorstandsetagen deutscher Krankenhäuser derzeit für schlaflose Nächte sorgt.

00:00:48: Während die medizinische Versorgung keine Pause kennt, warten Kliniken oft Wochen manche Monate auf die Zahlungen der Kostenträger.

00:00:55: Gleichzeitig steigen Personal und Sachkosten unauffaltsam.

00:00:59: ein Spannungsfeld das immer mehr Häuser an ihre Grenzen bringt.

00:01:03: Mein Name ist Caroline Kopf aus der Redaktion KU Gesundheitsmanagement und ich spreche heute mit jemanden, der dieses Spannungsfeld aus erster Hand kennt.

00:01:10: Und zwar wird Andreas Dehlzeit als Geschäftsführer des Sozial Factoring GmbH.

00:01:15: Sein Unternehmen hat sich darauf spezialisiert genau hier Lösungen zu bieten und zwar unter dem Begriff des Factorings.

00:01:22: Herr Dehlsheit hallo und herzlich willkommen bei uns im Podcast.

00:01:26: Hallo aus den schönen Köln liebe Frau Kopf.

00:01:29: Einige grundlegende Aspekte zum Factoring können Sie, liebe Hörerinnen und Hörere in dem Online-Artikel von Herrn Dehlzeit lesen der kostenlos auf der Website der KU Gesundheitsmanagement zur Verfügung steht.

00:01:41: Den Link finden sie in den Show Notes.

00:01:44: In unserem heutigen Podcast wollen wir nur noch etwas tiefer einsteigen und klären welche Mittel Krankenhäusern zur Verfügung stehen um ihre Liquidität zu sichern was Factoring im Detail leisten kann und für wen es sich letztlich auch wirklich eignet.

00:01:59: Verdehlt seit.

00:02:00: sie arbeiten täglich mit Krankenhäusern, die vor finanziellen Herausforderungen stehen.

00:02:05: wie würden Sie denn die aktuelle Liquiditätssituation deutscher Kliniken beschreiben?

00:02:10: Und was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Faktoren, die das Liquiditätersmanagement heute so komplex machen?

00:02:17: Es ist schon eine sehr, sehr gute Frage zur Einleitung.

00:02:19: Liebe Frau Kopp, lassen Sie uns bevor wir die Liquiditätssituationen und anschauen erst mal auf die wirtschaftliche Situation momentan bei den Krankenhäusern kommen?

00:02:28: Wir sehen Statistiken dass zwanzig vierundzwanzig sechsensechzig Prozent der Krankenhäuser in Deutschland sind sagen und schreibe noch tausend achthundert Stück mit Verlustenz zu kämpfen haben.

00:02:39: Wir erwarten für zwanzich fünf zwanziggende Steigerung auch bis zu seventy Prozent.

00:02:43: Ja das zeigt uns schon Insbesondere das Thema Ertragsstärke der Krankenhäuser im Moment sehr, sehr schwierig ist.

00:02:51: Wenn Gewinne noch erwirtschaftet werden dann werden die sozusagen die Prognosen deutlich sinken in den nächsten Jahren.

00:02:58: Wenn wir von der Wirtschaftlichkeit der Krankenhauser hinkommen.

00:03:01: zur Liquiditätssituation ja da zitiere ich ganz gerne meinen Kollegen den Enrico Meier Vertriebsleiter bei uns in der Sozialbank und er jüngst auf einer Podiumsdiskussion erklärt hat dass Achtzig Prozent aller Krankenhäuser im Moment ihre Kapitaldienstfähigkeit oder ihre Kapitaldienstfähigkeiten nicht nachkommen können.

00:03:20: Das sind wirklich dramatische Zahlen in einem Sektor der, ich habe sie eben schon erwähnt bei tausend acht Hundert Krankenhäusern und hundertfünfzig Milliarden Umsatz nicht gerade unerheblich für die deutsche Wirtschaft ist.

00:03:31: Wenn wir uns jetzt noch vor Augen führen dass das KHVVG, also das Krankenhausversorgungsverbesserunggesetz, welches im Dezember zwanzig vierundzwanzig in Kraft getreten ist noch unter der alten Regierung dazu führen wird.

00:03:44: Das insbesondere die kleineren Krankenhäuser hier sprechen wir von Krankenhäusern bis zu hundert Betten mittelgroße Krankenhörser bis zu sechshundert Bette kirchliche und kommunale Krankenhöuser stark davon betroffen sein werden wird Die Lage noch bedrohlicher und ich würde schon fast sagen dramatischer.

00:04:02: Da hilft es auch nicht, dass die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr zwanzig einzwanzig dazu verpflichtet worden sind.

00:04:09: Krankenhäuser innerhalb von fünf Tagen zu bezahlen, denn auch das beim später noch beleuchten bei den fünf Tagen bleibt es leider nicht.

00:04:16: Denn die Wahrheit sieht ganz anders aus wie wir sehen Statistiken dass die gesetzlichen Krankenkasseln als Leistungsträger die Krankenhäuser erst im Durchschnitt nach dreizehn Komma sechs Tage bezahlen werden.

00:04:27: Auch das führt natürlich zu weiteren Liquiditäts verschärfenden Maßnahmen in den Krankenhuisern und macht das Thema komplex.

00:04:34: So guter Letzt schauen wir uns noch mal den nicht vorhandenen Finanzierungsmix bei Krankenhäusern leider an.

00:04:39: Denn Krankenhäuser ist der... Weg zum Kapitalmarkt zu banken deutlich erschwerter als anderen Branchen.

00:04:45: Ich war gerade in der letzten Woche beim Deutschen Factoring-Verband, wir hatten hier einen Vortrag gehabt vom Kreditversicherer Atradius.

00:04:51: Der hat als eine von fünf bedrohten Branchen das Thema Krankenhäuser auf dem Schirm gehabt, bricht.

00:04:57: dort sind die Insolvenzquoten, die momentan vorherrschen sehr hoch und das ist ja auch das was wir sehen.

00:05:03: Wir erwarten ja auch dass sich die Anzahl der Krankenhäusern deutlich in den nächsten drei bis fünf Jahren reduzieren wird in Deutschland wohl durch Insolvenzen als auch durch Übernahmen.

00:05:13: Ja, viele Kliniken kennen das Problem, dass Zwischenleistungserbringung und Zahlungseingang teilweise über neunzig Tage vergehen.

00:05:20: an welchem Punkt kommt denn für sie typischerweise Factoring ins Spiel?

00:05:25: Und was unterscheidet es grundlegend von einem klassischen Bankkredit?

00:05:30: Ja, das Thema ist zwischichtig.

00:05:33: Da müssen wir genauer hinschauen.

00:05:36: Wir haben ja gerade gehört dass Krankenhäuser eigentlich innerhalb von fünf Tagen bezahlt werden sollten Von den gesetzlichen Krankenkassen und von den Leistungsträgern.

00:05:44: Nichtsdestotrotz die Realität sieht mit dreizehn Komma sechs tagen deutlich deutlich angsthaft aus.

00:05:49: wenn wer jetzt hören Teilweise zwei bis drei Monate müssen wir ganz genau schauen was passiert denn hier?

00:05:54: dann die leistungs Erbringung nehmen beispielsweise eine Operation dann das themarechnungsstellung Und am Schluss haben wir den Geldeingang.

00:06:01: Zwischen Rechnungsstellungen im Gelt-Eintag liegen diese fünf durch dreizehntage, das Problem in Krankenhäusern liegt häufig davor.

00:06:09: Im Thema nämlich die Dokumentation der Leistungserbringung spricht die Rechnungstellung.

00:06:13: Das ist etwas was wir als neben der Tatsache dass das Thema sehr komplex ist aber auch bei den Krankenhäuser als großes Problem wahrnehmen womit wir immer wieder konfrontiert werden.

00:06:23: Der Geldeingang geht relativ schnell.

00:06:25: nichtsdestotrotz Das Thema Rechnungsstellung ist ein Thema in der Verwaltung.

00:06:30: Auch hier haben wir Lösungsmöglichkeiten über Partner, die professionelle Rechnungen erstellen können im medizinischen Bereich auch für Krankenhäusern das aber ein separates Thema.

00:06:40: Wir steigen dann ein wenn die Rechnung gestellt wurde und alles was davor ist Sache der Krankenhäuser.

00:06:45: Hier gibt es aber ein enormes Potenzial bei den Krankenhuisern Für einen schnelleren Ablauf zu sorgen.

00:06:52: Fektoring im Vergleich zum Bankkredit ist für mich kein Wettbewerb im eigentlichen Sinne.

00:06:57: Wir schauen darauf, dass ein Unternehmen nicht solitär mit Fektoringen sich finanziert, sondern uns ist wichtig dass ein Finanzierungsmix entsteht.

00:07:05: Finanzierungsmix mindestens zwei Partner sprich der Bankkredit, Kontokorrentkredite darlehnen.

00:07:10: wie auch immer im Vergleich zum Thema Factoring die beiden ergänzen sich wunderbar.

00:07:14: Der Bankkredit ist ja relativ stark während das das Factoring.

00:07:18: man spricht auch von einer Umsatzkonkurrenten Finanzierungsdienstleistung.

00:07:22: der wächst automatisch mit dem Forderungsbestand und ist damit sehr sehr dynamisch.

00:07:26: Von daher kein Wettbewerb ganz im Gegenteil.

00:07:29: Alleiniger finanziell wollen wir nie sein.

00:07:31: Krankenhäuser müssen sich heute, was das Thema Finanzierung aufsteht deutlich diversifizierte aufstellen und brauchen mehrere Lösungen.

00:07:40: Jetzt haben wir aber auch die Besonderheit, dass Krankenhausabrechnungen hochkomplex sind.

00:07:44: DRG-Abrechnungen und MDK Prüfungen unterschiedliche Kostenträger.

00:07:49: Wie genau funktioniert Factoring dann in diesem speziellen Umfeld?

00:07:53: Und können Sie uns vielleicht einmal Schritt für Schritt durch den Prozess führen vom Moment, in dem eine Klinik eine Rechnung stellt bis zum Zahlungseingang?

00:08:01: Genau, da sind wir bei dem Thema.

00:08:02: Die Klinik hat die Rechnung gestellt.

00:08:05: in der Regel kaufen wir DRG-Forderungen an.

00:08:08: Haben Sie richtig erwähnt Diagnostics Related Groups also die sogenannten Fallpauschalen so werden sie heute genannt.

00:08:14: das sind die Forderungen, die wir ankaufen nicht die Pflege pauschalen.

00:08:19: Wir können aber zudem auch die PEPP-Fordern also die PAP-Förderung ankauen auf Basis der zwischratlichen Behandlung und dann den Krankenhäusern stattfinden.

00:08:29: Das sind beides die besprechen von Versilbern, die direkt mit der Leistungserstellung, mit der Rechnungsstellung dann auch versilbert werden können und auf die die Krankenhäuser dann in der Regel fünf beziehungsweise jenseits der zehn Tage von den gesetzlichen Krankenkassen warten.

00:08:47: Jetzt denkt man das ist ein Relativ!

00:08:48: Kurzes Zahlungsziel und das Geld kommt ja relativ schnell.

00:08:51: Glauben Sie es mir in der Liquiditätsplanung, spielt ist eine erhebliche Rolle ob man ein, fünf, zehn, fünfzehn Tage auf sein Geld wartet?

00:09:00: Wir sprechen hier nicht über fünf oder sechsstellige Beträge sondern sieben bis hin zu achtstelligen Beträgen die wir Krankenhäusern zur Verfügung stellen können und auch schon tun.

00:09:09: Da verweise ich eigentlich sehr, sehr gerne auf ein Interview was wir auf unserer Homepage hinterlegt haben mit einem großen Kunden unseres Hauses.

00:09:18: Der Clip und klar die Vorteile des Desfactorings ob wenn Gelder nach fünf oder zehn Tagen eingehen erläutert warum das Krankenhaus oft so eine zusätzliche Liquiditätsspritze auch angewiesen ist.

00:09:31: Wir finanzieren Krankenhäuser als rechtlich selbstständige Einheit bis zu zwölf Millionen im Einzelengagements- und als Gruppenengagement bis zu zwarzig Millionen Finanzierungslinien.

00:09:42: Und tun das auch schon in der heutigen Zeit, sehen einfach wie wichtig es ist dort im Finanzierungsmix ein zusätzlicher Partner zu sein.

00:09:50: MvZ, by the way, die finanziert wir nicht mit Arztforderungen und Privatliquidationen haben da nichts am Hut.

00:09:57: Wir finanzierend den sozialen Charakter der Forderung.

00:10:00: Sie haben ja vorhin schon erwähnt, mit welchen unterschiedlichen Häusern sie so zu tun haben.

00:10:05: Also vom Kleinfach-Krankenhaus bis zum Maximalfersorger.

00:10:09: ist Factoring denn gleichermaßen für alle geeignet?

00:10:12: Oder gibt es bestimmte Kliniktypen Abteilungen oder Abriechnungsarten bei denen es besonders viel Sinn macht auch besonders wenig?

00:10:21: Wichtig ist dass wir die Forderung bewerten können und die DRG Forderungen, die AG Forderunge mit den Fallpauschalen.

00:10:28: Die können wir sehr, sehr gut bewerten und da ist es uns auch wirklich egal ob kleine kirchliche Krankenhäuser sind, kommunale Krankenhäusern, mittelgroße Krankenhörser, Maximalversorger.

00:10:38: Da haben wir die gesamte Bandbreite.

00:10:40: Uns ist natürlich bewusst – das haben wir vorhin schon kurz darüber gesprochen – die kleinen kirchlichen und kommunalen Krankenhälsermomenten, diejenigen sind, die die größten Probleme haben und auch aufgrund des KHVVGs in Zukunft haben werden spielt bei uns nicht die Rolle.

00:10:54: Wir haben die Forderung als Sicherheit, wir schauen weniger auf die Bonität als vielmehr auf die Fforderungen.

00:10:59: von daher können auch Krankenhäuser mit schlechten wirtschaftlichen Ergebnissen bei uns durchaus die Anfrage stellen und wir sind soweit.

00:11:07: dass wir auch immer Lösungen finden ist ein sehr lösungsorientiert bei dem Thema.

00:11:11: Und ja es macht definitiv Sinn trotz das auf dem Papier fünf Tage Zahlungsziel stehen.

00:11:16: Wir wissen natürlich auch, dass das Thema Refinanzierung sehr schwierig ist insbesondere über Über die Bankenlandschaft.

00:11:23: in der heutigen Zeit werden vorhin schon über Statistiken gesprochen.

00:11:25: Hohe Insolvenzkosten im Moment, im Bereich der Krankenhäuser.

00:11:28: Wichtig ist für uns dass wir nicht allein finanzie sind und wir haben keinerlei Einschränkungen solange die Forderung auf Basis von den DRG-Forderungen sind.

00:11:37: Und ja das Befektorring ist auch insofern flexibel als man sagen kann.

00:11:43: Wir fegtern Forderungen gegen spezielle Krankenkassen und wir lassen die eine oder andere Krankenkasse Auch außen vor, das bietet dem Kunden im Krankenhaus etwas Flexibilität.

00:11:54: Etwas mehr Flexibilitet ist also nicht ein sehr starres Produkt des Thema-Fektorings sondern man kann den Bereich des Außen- und Zweck-Torings dort auch noch ganz genau steuern auf die Krankenkassen, die vielleicht etwas schleppender zahlen als andere Krankenkasten.

00:12:08: Wenn sich jetzt eine Klinik auch für Factoring entscheidet, wie aufwendig ist denn dann die Einführung in der Praxis?

00:12:14: Welche Schnittstellen zu bestehenden Abrechnungs- und Kontrollingssystemen sind nötig.

00:12:18: Und wo sehen Sie typischerweise die größten Hürden oder auch Bedenken seitens der Verwaltung?

00:12:25: Ja, die Krankenhäuser sind ja was das Thema... Angeblich sehr solide aufgestellt, in vielerlei Hinsicht vielleicht noch nicht seht auf Seattle oder modern.

00:12:33: Aber zumindest das Krankenhaus-Informationssystem, dass das KISS mit seinen Tools Orbes oder SAP Softwaren an.

00:12:40: diese Lösungen können wir ohne Probleme mittels Schnittstellen andocken auch über CSV Dateien.

00:12:46: Können wir sehr gut mit Krankenhäusern arbeiten.

00:12:48: Wichtig ist, dass wir im Bereich der Selbstabrechnung mit den Krankenhäuser arbeiten.

00:12:53: Wir brauchen keinerlei Patientendaten, keinerlei Sozialdaten.

00:12:58: Das ist sehr wichtig im Sinne des Datenschutzes.

00:13:01: Das benötigen wir nicht zur Vorfinanzierung.

00:13:03: wenn die Daten heute eingereicht werden bis zwölf Uhr erfolgt auch die Auszahlung in der Regel zu bis zu hundert Prozent am gleichen Tag so lange bis die Krankenkassen dann an uns bezahlt haben.

00:13:16: Über das Thema Flexibilität hatten wir schon kurz gesprochen.

00:13:18: Das heißt, man kann John nach Krankenkassen... Wir haben ja noch knapp über neunzig Krankenkasseln in Deutschland.

00:13:24: Da kann man ganz genau aussondern mit welchen Krankenkasten man das Fektorien betreiben will und mit welchem nicht.

00:13:30: Von daher der Aufwand ist relativ gering.

00:13:33: auch die Implementierung im Krankenhaus selbst in der Verwaltung des Krankenhauses ist relativ Gering.

00:13:39: von daher eigentlich wenig Hürden im Vorfeld bis zu einer Umsetzung.

00:13:44: Auch hier kann ich gerne noch mal verweisen auf das Video, auf unserer Homepage.

00:13:48: Wo die Schritte ganz genau beschrieben werden und auch die Vorteile nochmal genau beschreiben werden.

00:13:53: Wichtig ist dass ein Krankenhaus in die Planbarkeit zurückkommen kann.

00:13:59: In die finanzielle Planbarkei.

00:14:01: Das heißt man weiß ganz genau... Am Anfang des Monats werden die Fallpauschalen fakturiert.

00:14:06: Man wartet nicht eine gewisse Zeit, sondern hat innerhalb von normalerweise zwölf bis vierundzwanzig Stunden das Geld zur Verfügung und kann damit den Themenstellungen der Liquiditätsplanung eins zu eins hinterher kommen.

00:14:19: Wir sehen auch die Investitionsplanung.

00:14:21: Schauen Sie sich um in die Krankenhauslandschaft.

00:14:23: Ich glaube, neben jedem Krankenhaus in Deutschland steht mittlerweile ein Gran, weil umgebaut wird und neu gebaut wird.

00:14:29: Das bringt ja auch das KHVVG mit sich, dass viele Investitionen fließen können.

00:14:34: Ja man stellt sich ganz neu auf.

00:14:36: Man schaut braucht man noch OP-Säle oder macht man Handlungssäle wo man schneller fakturieren kann unter Umständen rein?

00:14:43: D.h.,

00:14:43: die Investitionsplanung hängt ja auch eng mit der Liquiditätsplanung zusammen Und da bietet das Thema Factoring einfach nicht viel viel sicherer Planungssicherheit.

00:14:53: Bei allen positiven Aspekten gibt es dann aber auch typische Fehler oder auch Missverständnisse, die ihnen so begegnen seitens der Kliniken, die erstmals mit Factoring arbeiten.

00:15:03: und worauf sollte man denn von Anfang an besonders achten um das Instrument wirklich effektiv zu nutzen?

00:15:10: Häufig wird das Thema als in der ersten Stufe teuer empfunden.

00:15:14: Factoring kostet natürlich, wir erbringen eine Dienstleistung.

00:15:18: Wichtig ist, die Kosten dem Nutzen gegenüberzustellen und zwar sehr genau.

00:15:22: Krankenhäuser können häufig Skonto nutzen.

00:15:25: Sie haben eine Materialeinsatzquote zwischen dreißigundfünfzig Prozent und viele Krankenhäusern können Stand heute keinen Skonto nutzten weil die Liquidität fehlt.

00:15:33: mit Faktoring kann man eins zu eins in erster Instanz seine Lieferanten bezahlen.

00:15:38: skonto nutzen Und wir alle wissen wer Skonto Nutz ist ein guter Kaufmann denn die Prozente die man hier bekommt Die kann man im normalen Geschäftsleben eigentlich gar nicht mehr wieder erzielen.

00:15:47: Und daher ist es wichtig, dass man mit der Liquidität, die wir im Krankenhaus zur Verfügung stellen auch die erforderlichen Maßnahmen das Geld entsprechend reinvestiert.

00:15:56: Viele Krankenhäuser denken zudem, ich kriege ja mein Geld innerhalb von fünf Tagen.

00:16:02: Wenn wir dann in Gespräche reinkommen und sagen auf dem Papier ist dem so, schauen Sie doch mal!

00:16:06: ganz genau an, wann ihre DRG-Forderung tatsächlich bezahlt werden.

00:16:09: Und häufig gibt es dann böses Erwachen, weil die tatsächlichen Zahlungen sind irgendwo zehn bis fünfzehn Tage.

00:16:14: Diese zehn bis fifteen Tage können in der Liquiditätsplanung bei den Beträgen, die wir vorhin genannt haben, bis zu zwölf Millionen im Einzelengagement schon erheblich sein.

00:16:23: Zudem sollten wir uns vor Augen führen.

00:16:25: Wir alle wissen wie im Moment in Deutschland das Rentensystem aber auch die gesetzlichen Krankenkassen in der Diskussion stehen.

00:16:33: Wir alle hatten im Zweifel am Anfang des Jahres eine deutliche Eröhung der Krankenkassenbeiträge.

00:16:37: Die gesetzlichen Krankenkassens sind unter Umständen klamm, sprich sie haben auch nicht die Liquidität vorliegen, die Sie unter Umständen benötigen.

00:16:47: müssten von daher nicht dran denken dass es in Zukunft besser wird ja.

00:16:51: Die Zahlungsziele werden sich eher noch weiter nach hinten ausweiten, die tatsächlichen Zahlungsziele.

00:16:55: dann müssen wir leider davon ausgehen

00:16:57: Ja, dann eine letzte Frage zum Abschluss.

00:17:00: Wir haben es jetzt diversemal schon angesprochen die Krankenhauslandschaft steht nun mal vor tiefgreifenden Veränderungen sich vor der Krankenhausreform Strukturwandel auch digitalisierung spielt da ja mit rein.

00:17:11: wie wird sich als ihrer Sicht das Thema Liquiditätsmanagement und Finanzierung in den nächsten Jahren denn entwickeln?

00:17:18: Und was wäre Ihre persönliche Empfehlung an Klinikdirektoren oder Kliniktirektorinnen, die heute vor der Frage stehen wie sichere ich die finanzielle Stabilität meines Hauses nachhaltig?

00:17:30: Es wird immer schwieriger für Klinikkirektoren dieses Thema zukunftsfähig aufzustellen.

00:17:36: Wir haben über viele Gründe schon gesprochen, aber im Sinne der Planbarkeit muss ich mich heute damit beschäftigen und als zentrales Element das Thema Liquiditätssteuerung im Krankenhaus einsetzen.

00:17:48: Letztendlich entscheidet das Thema übers Wohl-und-Wee!

00:17:51: Nicht, ob Gewinne erwirtschaftet werden oder nicht.

00:17:53: Dafür gibt es dann unter Umständen noch Investitionstöpfe auch über das KHVVG.

00:17:58: aber die taktikliche Liquiditätsdisponierung ist zentrales Element zur Steuerung des Krankenhauses was Planbarkeit angeht um auch nicht in Gefahr zu laufen dass ich unter Umständen Kreditorn nicht mehr bezahlen kann in dreißig- oder fünfdreißig Tagen.

00:18:13: von daher meine Empfehlung an Clinicdirektoren sich zeitnah um das Thema zu bemühen, den Finanzierungsmix aufzusetzen.

00:18:22: Auch das Thema offen und ehrlich mit den Hausbanken zu besprechen.

00:18:25: wie seht ihr das?

00:18:26: Das wird immer wichtiger werden.

00:18:29: Auch im Sinne der Professionalisierung der Krankenhäuser, wir sprachen Eingangs über das Thema Verwaltung.

00:18:35: Ein großes Problem ist einfach die zeitnahe Rechnungsstellung, die zeitnahe Faktorierung der RG, der Fallpauschalen.

00:18:42: Also Finanzierungsmix ist wichtig und das Thema Spezialisierungen im Sinne des neuen Gesetzes wird immer wichtiger werden in Zukunft.

00:18:49: Das Thema Professionalisierung, die Investitionsplanung sauber und korrekt aufzustellen vielleicht auch eine externe Beratung zu Hilfe nehmen?

00:18:58: zur Unterstützung, denn noch mal über alles was wir gesprochen haben im Krankenhaus ist komplex.

00:19:03: Heute in Krankenhaus mit dreihundert vierhundert fünfhundert Betten zu managen ist eine hochkomplexe Aufgabe.

00:19:09: das ist ein Wirtschaftsunternehmen.

00:19:10: Wir sprachen Eingangs darum.

00:19:12: der gesamte Sektor macht hundfünfzig Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

00:19:16: Das ist ne beträchtliche Anzahl Und wir haben ja auch immer noch den Kunden, den Patienten im Hintergrund, dessen Versorgung abgewährleistet sein muss.

00:19:26: Von daher fast schon mehr Bitte als Appell.

00:19:29: beschäftigen Sie sich mit dem Thema Finanzierung und Refinanzierung über Factoring.

00:19:34: Das wird für jedes Krankenhaus Sinn machen!

00:19:37: Herr Dehlzeit, dann bedanke ich mich ganz herzlich für die vielschichtigen und umfangreichen Informationen rund ums Factoring.

00:19:43: Ich freue mich, dass sie zu Gast waren in unserem Podcast Geht stark davon aus, dass ihr auch gerne zur Verfügung stehen sollte einer unserer Hörherinnen oder Hörer Interesse an eine Beratung wie sie gerade gesagt haben oder weiterführenden Informationen haben.

00:19:57: Ihre Kontaktdaten stehen beispielsweise in einem Online-Artikel der auf unserer Website zur Verfügung steht unter unsere aktuellen online Themenseite zum Thema Abrechnungen und Verlöse.

00:20:07: Ich freue mich.

00:20:07: wenn Sie unsere Hörerin und Hörere mal reinklicken und sich umschauen gibt es noch einiges anderes zu entdecken.

00:20:14: Vielen Dank Herr Dehlzeit!

00:20:15: Danke Ihnen

00:20:27: Liebe Hörerinnen und Hörern, vielen Dank für Ihr Interesse an unserem KU Podcast.

00:20:32: In der nächsten Folge widmen wir uns wieder einem spannenden Thema aus dem Gesundheitsmanagement!

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